Karfreitag

Am Karfreitag denken wir vor allem an Jesu Leiden und Sterben. Der Name kommt aus dem Althochdeutschen, wo „kara“ Wehklage bedeutet. Dieser wichtige Tag wird in der evangelischen und katholischen Kirche auf unterschiedliche Weise gefeiert.

In der evangelischen Kirchengemeinde Uhingen

Für die meisten evangelischen Christen hat der Karfreitag eine besondere Bedeutung, weil im Leiden Jesu Erlösung zu finden ist:  In der Evangelischen Kirche werden morgens Feiertagsgottesdienste gehalten, die ein eigenes Gewicht haben. Die schwarzen Paramente an Altar und Kanzel heben diesen Gottesdienst ebenso hervor wie die Tatsache, dass die Altarkerzen an diesem Tag nicht brennen. Das Abendmahl wird gefeiert als ein Mahl der Stärkung durch Christus mitten im Leid.

In der evangelischen Kirchengemeinde Baiereck

Am Karfreitag finden in beiden Gemeinden Gottesdienste statt, die in der Regel von den Kirchenchören mitgestaltet werden.

In der katholischen Kirchengemeinde Uhingen

Katholische Christen versammeln sich nachmittags um 15 Uhr, der Todesstunde Jesu, in der Kirche. An diesem Tag wird in der katholischen Kirche auch keine Eucharistie gefeiert.

Der Gottesdienst hat eine besondere Form: im Mittelpunkt steht neben dem Hören der Passion Jesu aus dem Johannesevangelium die Verehrung des Kreuzes: die ganze Gemeinde geht aus den Bänken heraus, um vor dem Kreuz eine Kniebeuge zu machen. Auch die Fürbitten sind besonders: sie werden teilweise gesungen und dazwischen knien alle nieder und stehen wieder auf.

Diesen Gottesdienst feiern wir in der Heilig-Kreuz-Kirche in Uhingen.


Am Abend des Karfreitag feiern wir die sogenannte Karmette. Im Mittelpunkt dieses Gottesdienstes stehen das Gebet des Psalm 22 („Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen ..“), den Jesus selbst noch am Kreuz gebetet hat und die Lesung aus den Klageliedern des Jeremia.

Diesen Gottesdienst feiern wir um 18 Uhr in der Bonifatiuskirche in Sparwiesen.