Evangelischer Predigtgottesdienst

Altar mit Bibel (Auferstehungskirche)

Der evangelische Predigtgottesdienst lebt von seiner Konzentration auf Wort und Musik. Die Orgel eröffnet nach dem Glockenläuten den Gottesdienst und beschließt ihn nach dem Segen. Normalerweise vier Lieder mit jeweils mehreren Strophen werden gesungen, sie dienen der Besinnung und inneren Einkehr ebenso wie der Belebung durch Rhythmus und Melodie. Das neue „Evangelische Gesangbuch“ (=EG) von 1996 liegt in den Kirchen aus.  Manchmal wird eine Sammlung „neuer Lieder“ (2005) zusätzlich verwendet

 

Im Eingangsteil bilden „Psalmgebet“ und „Schriftlesung“ einen wesentlichen Bezug zur Bibel, der dann in der Predigt im Hauptteil vertieft wird: Ein festgelegter Text aus der Bibel steht im Zentrum der Auslegung, unser heutiges Leben tritt in Beziehung zu den Worten von damals.

Im „Fürbittengebet“ mit anschießendem Vaterunser (mit Glockengeläut) wird dann im Schlussteil der Blick auf alle Menschen geweitet, die weltweite Christenheit kommt in den Blick.

Mit der „Opfergabe“ am Ausgang hilft die Gemeinde Notleidenden in der Nähe und in der Ferne oder unterstützt wichtige Aufgaben der eigenen Gemeinde.

 

Der württembergische Predigtgottesdienst besticht durch seine Klarheit und Flexibilität. Er wirkt über Lieder, Bibelworte und Musik nach wie vor stark identitätsstiftend.

 

Besonderheiten in unseren Kirchengemeinden sind:

  • In Uhingen setzt sich die Gemeinde zum „Eingangsgebet“  (nach dem Psalmgebet) wieder, um Zeit zu einem ausführlicheren „Stillen Gebet“ zu haben.
  • Sowohl in Uhingen als auch in Baiereck hält ein Kirchengemeinderat die „Schriftlesung“.
  • Am Schluss wird vor dem Segen (nach den Abkündigungen) ein bekanntes Taizé-Lied zweimal als Segenslied gesungen: „Meine Hoffnung und meine Freude, meine Stärke, mein Licht, Christus meine Zuversicht“ (EG 576).“