Katholische Eucharistiefeier

Die katholische Eucharistiefeier ist in zwei Schwerpunkte gegliedert. Den ersten Schwerpunkt bildet die Verkündigung des Wortes Gottes, der biblischen Botschaft. Die Ordnung, welcher Text an welchem Sonntag im Gottesdienst vorgetragen wird, gilt in der römisch-katholischen Kirche weltweit. Diese beginnt mit einem biblischen Abschnitt, einer Lesung aus dem Alten Testament (in der Osterzeit aus der Apostelgeschichte), auf die der Psalm folgt. Die zweite Lesung bringt Abschnitte aus den Briefen des Neuen Testaments zu Gehör. Den Höhepunkt der biblischen Lesungen bildet ein Abschnitt aus einem der vier Evangelien. Die anschließende Predigt legt das Gehörte aus und vertieft es.

 

Den zweiten Schwerpunkt bildet die Eucharistiefeier im engeren Sinn. Nachdem die Gaben von Brot und Wein zum Altar gebracht sind, spricht der Priester das große Dankgebet, das der ganzen Feier seinen Namen gegeben hat (Eucharistie = Danksagung) und das seinen Höhepunkt in der sog. Wandlung hat. Der Priester erinnert hierbei an das Tun Jesu beim Letzten Abendmahl. Nach katholischem Verständnis werden Brot und Wein dabei zu Leib und Blut Christi und bleiben es auch über die Feier des Gottesdienstes hinaus. Bei der Kommunion empfangen die Gläubigen in der Regel nur den Leib Christi.