WortGottesFeier

Damit eine Gemeinde Eucharistie feiern kann, braucht sie einen Priester. Wenn sonntags kein Priester zur Verfügung steht, versammelt sich die Gemeinde zu einer sog. Wort-Gottes-Feier. Seit dem Jahr 2004 haben sich dabei alle deutschen Diözesen auf einen einheitlichen Ritus verständigt.

 

Im Zentrum dieses Gottesdienstes steht die Verkündigung des Wortes Gottes, der biblischen Botschaft. Die Ordnung, welcher Text an welchem Sonntag im Gottesdienst vorgetragen wird, gilt in der römisch-katholischen Kirche weltweit. Diese beginnt mit einem biblischen Abschnitt, einer Lesung aus dem Alten Testament (in der Osterzeit aus der Apostelgeschichte), auf die der Psalm folgt. Die zweite Lesung bringt Abschnitte aus den Briefen des Neuen Testaments zu Gehör. Den Höhepunkt der biblischen Lesungen bildet ein Abschnitt aus einem der vier Evangelien. Die anschließende Predigt legt das Gehörte aus und vertieft es.

 

Auf die Verkündigung reagiert die Gemeinde mit einem sog. Antwortelement. Dafür stehen unterschiedliche Formen zur Auswahl (Glaubensbekenntnis, Predigtlied, Schuldbekenntnis, Taufgedächtnis oder eine Segnung). Ein weiterer Höhepunkt ist der Lobpreis Gottes.

 

Weil nach katholischem Verständnis Brot und Wein in der Eucharistiefeier dauerhaft zu Leib und Blut Christi werden, ist es auch in einer Wort-Gottes-Feier möglich, den Gläubigen, den Leib Christi zu reichen. Dafür werden die Hostien genommen, die im Tabernakel aufbewahrt werden.