Trauung

                                       Jesus Christus spricht:                             
               „Gott, der im Anfang den Menschen geschaffen hat,
                         schuf sie als Mann und Frau und sprach:
                 Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen
                                    und an seiner Frau hängen.
                            Und die Beiden werden ein Leib sein.
                    So sind sie nun nicht mehr zwei sondern eins.“
                                         (Matthäus 19,4b-6a)

 

 

Zur Ehe gibt es in den Kirchen ein unterschiedliches Verständnis.

In der evangelischen Kirche ist die Ehe „ein weltlich Ding“ (Luther). Auf dem Standesamt wird die Ehe rechtsgültig geschlossen. Im Traugottesdienst wird für das Brautpaar gebetet, ein Bibelwort - der Trautext - wird ausgelegt, und die beiden bekräftigen vor Gott und der christlichen Gemeinde ihr Ja zueinander und versprechen, einander in Freude und Leid treu zu bleiben. Wichtig ist auch der Zuspruch von Gottes Segen und Begleitung für den gemeinsamen Lebensweg.

Hier finden Sie weitere Informationen für die evangelische Gemeinde.

Die katholische Kirche betrachtet die Ehe als Sakrament. Die Ehe ist ein Bund, durch den Mann und Frau unter sich die Gemeinschaft des ganzen Lebens begründen, die auf das Wohl der Gatten und die Erziehung von Kindern hingeordnet ist. Dieser Bund, der zwischen Getauften durch Christus zum Sakrament erhoben wurde, ist wesentlich bestimmt durch die Treue und die Unauflöslichkeit. Ein Satz aus dem Trauungsgottesdienst bringt es auf den Punkt: „Was Gott verbunden hat, soll der Mensch nicht trennen.“  

Hier finden Sie weitere Informationen für die katholische Gemeinde.

"Ökumenische Trauung"?

Was umgangssprachlich „ökumenische Trauung“ genannt wird, gibt es – kirchenrechtlich gesehen - nicht. Möglich sind eine evangelische Trauung mit katholischer Beteiligung oder eine katholische Trauung mit evangelischer Beteiligung. Ob eine Trauung als katholisch oder evangelisch gilt, entscheidet sich daran, nach welchem Ritus die Trauhandlung gestaltet wird.