Erst am Ende des 4. Jahrhunderts feierte man das Weihnachtsfest am 25. Dezember.


Der 25. Dezember war in Rom der Geburtstag des „unbesiegten Sonnengottes“, den auch andere Völker im römischen Reich verehrten. Da man den wirklichen Geburtstag Jesu nicht kennt, wurde das Fest des unbesiegbaren Sonnengottes zum Fest der Geburt des neuen Lichts der Welt, zur Geburtstagsfeier Jesu Christi.

 

In früheren Zeiten begann die Feier des Weihnachtsfestes mit dem Gottesdienst um Mitternacht, der Weihnachtsmette. Im Lauf der Zeit wanderte der Zeitpunkt nach vorne auf den Abend des 24. Dezembers und von dort weiter in den Nachmittag mit den Krippenfeiern für die Kinder. So kommt es, dass viele den Heiligen Abend schon für das Weihnachtsfest selbst halten.

 

Übrigens, der Brauch, sich an Weihnachten zu beschenken geht auf Martin Luther zurück. In seiner Zeit war es üblich, den Kindern (und nur ihnen) am Nikolaustag, also am 6. Dezember kleine Geschenke zu geben. Luther hielt es theologisch für falsch, einen Heiligen derart hervorzuheben und setzte sich dafür ein, mit Hilfe der Geschenke das Geburtsfest des Heiligen Christ stärker zu betonen.

 

Die Weihnachtszeit endet mit dem Fest der Taufe des Herrn am Sonntag nach Epiphanie, dem Dreikönigstag. Jesus wurde von Johannes dem Täufer im Jordan getauft und mit dieser Taufe begann auch das öffentliche Wirken von Jesus.